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Krebs - Darmkrebs

Einf�hrung
Als Darmkrebs bezeichnet man einen malignen Tumor des Darmes.

Tumorarten und Verteilung
In 98% der F�lle handelt es sich um Adenokarzinome, welche sich aus den Dr�sen der Darmschleimhaut ableiten. H�ufig sind die Tumoren bei Entdeckung zentral ulzeriert und nekrotisch.

Daneben gibt es selten auch Karzinoide, vor allem im Wurmfortsatz, und Leiomyosarkome, sowie Gastrointestinale Stroma Tumore, die sich aus der glatten Muskulatur bzw. dem Bindegewebe der Darmschleimhaut ableiten. Diese machen aber zusammen weniger als 2% des Darmkrebs aus, deshalb wird im folgenden wird nur auf Adenokarzinome des Z�kums, Kolons und Rektums eingegangen.

40% der Adenokarzinome des Dickdarmes sind Rektumkarzinome, 30% sind im Sigmakarzinome und weitere 20% sind Z�kumkarzinome. B�sartige Tumoren im D�nndarm sind �u�erst selten.

Vorkommen
Die Inzidenz ist in den Industriel�ndern zunehmend: Darmkrebs ist eine der h�ufigsten b�sartigen Erkrankungen in Mitteleuropa (30-35 Betroffene auf 100.000 Menschen pro Jahr) und macht rund 15% der gesamten Krebssterberate aus. M�nner und Frauen sind im Altersgipfel (50.-70. Lebensjahr) nahezu gleich h�ufig betroffen.

Risikofaktoren
Die gr��ten Risikofaktoren sind hohes Alter und das Vorkommen von Darmpolypen. Diese entarten h�ufig. 90% der Darmkrebspatienten sind �ber 50.

Weitere, seltene Risikofaktoren sind genetische Vorbelastung (Familienmitglieder mit Darmkrebs in direkter Linie), sowie famili�r geh�uften Syndromen. Die Famili�re adenomat�se Polyposis ist eine seltene obligate Pr�kanzerose, bei dem schon in jungen Jahren der Dickdarm mit Darmpolypen �berwuchert wird, die immer zum Darmkrebs entarten. Eine totale Kolektomie wird bis zum 20. Lebensjahr empfohlen. Weitere Syndrome mit deutlich erh�htem Risiko sind das Gardner-Syndrom und das Turcot-Syndrom. Seltener entarten das Peutz-Jeghers-Syndrom und die Juvenile Polyposis. Ebenfalls mit einem Entartungsrisiko behaftet ist die Colitis ulcerosa, nicht jedoch der Morbus Crohn.

Au�erhalb dieser seltenen Syndrome ist der wichtigste Risikofaktor eine Fehlern�hrung mit �berm�ssiger Kalorienzufuhr, sowie eine fett- und fleischreiche Kost. Bis vor kurzem stand auch der Mangel an ballaststoffreicher Kost im Verdacht, das Darmkrebsrisiko zu erh�hen, dies konnte aber nicht sicher erh�rtet werden. Grundlage der Ern�hrungshypothese ist das erh�hte Darmkrebsrisiko von in die USA eingewanderten Japanern: W�hrend das Darmkrebsrisiko in Japan, wo traditionell balaststoffreich und fleischarme Kost konsumiert wird, deutlich geringer ist, als in der westlichen Hemissp�hre, steigt das Risiko von in die USA eingewanderten Japanern innerhalb von 20 Jahren auf den amerikanischen Durchschnitt. Dies w�rde - neben dem gestiegenen Altersdurchschnitt - auch die gestiegene Inzidenz des Darmkrebs erkl�ren.

Fragliche Risikofaktoren sind das Rauchen und Infektionen mit Streptokokkos bovis, sowie �bergewicht und Bewegungsmangel.

Symptome
Darmkrebs ist h�ufig sehr lange symptomlos. Erst wenn der Tumor in gr��erem Ma�e anf�ngt zu bluten oder wenn er das Darmlumen signifikant einengt, kommt es zu Symptomen. Typische Symptome sind dann Blut oder Schleim im Stuhl, Darmkr�mpfe, Bleistift- oder Ziegenk�ttelst�hle, Durchf�lle und Verstopfungen, sowie h�ufig qu�lende Flatulenz. Durch den Blutverlust kann es zu An�mien und ungewolltem Gewichtsverlust (Kachexie) kommen.

Die einzigen fr�hen Symptome sind okkulte Blutungen, also unsichtbare Blutungen, die mit Bluttests (z.B. H�moccult�) festgestellt werden k�nnen. In einigen L�ndern wird dieser Test als Screening f�r Darmkrebs benutzt.

Diagnostik
Neben Anamnese und allgemeiner k�rperlicher Untersuchung, die die digital-rektale Untersuchung in der Regel einschlie�t, also die Untersuchung des Enddarms mit zwei Fingern und dem Nachweis von Blut im Stuhl ist die Koloskopie mit Biopsie die Untersuchung der Wahl. Sie dient auch der Vorsorge, weil mit Ihr gleich gutartige Polypen entfernt werden k�nnen, die ein Entartungsrisiko besitzen. Aus diesem Grund wird in Deutschland die regelm��ige Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr zur Darmkrebsprophylaxe von den Krankenkassen bezahlt. In anderen europ�ischen L�ndern wird die j�hrliche Untersuchung auf okkultes Blut als Darmkrebsscreening bevorzugt.

Weitere, inzwischen weniger gebr�uchliche Untersuchungsmethoden sind die Rekto- oder Sigmoidoskopie, die Untersuchung des Enddarms mit einem starren oder flexiblen beziehungsweise die Untersuchung des End- und Grimmdarms mit einem flexiblen Endoskop, sowie die inzwischen durch die Computertomografie weitgehend verdr�ngte R�ntgenkontrastmittelaufnahme.

Sollten sich aus der Koloskopie Hinweise auf ein Darmkarzinom ergeben, werden in der Regel folgende Untersuchungen zum Tumorstaging veranlasst:

Abdomensonografie zum Ausschluss von Lebermetastasen. Computertomografie und/oder Magnetresonanztomografie der Bauchh�hle, der Brusth�hle und des Sch�dels zur Erfassung der Tumorgr��e und zur Ausschluss von Lymphknotenmetastasen und Fernmetastasen der Leber, der Lunge und des Gehirns. Inzwischen veraltet und nur noch f�r besondere Fragestellungen eingesetzt wird die Kontrastmittelaufnahme. Skelettszintigrafie zum Ausschluss von Knochenmetastasen.

Therapie
Die Therapie richtet sich wie bei vielen Krebserkrankungen vor allem nach der Tumorlokalisation und dem Tumorstadium. In der Regel wird eine vollst�ndige Resektion (Entfernung) des tumortragenden Darmabschnittes angestrebt. Das zugeh�rige Lymphabflussgebiet wird dabei mit entfernt. Die Heilungschancen sind hierbei in fr�hen Stadien sehr gut.

Enddarmkrebs war noch vor wenigen Jahren in der Regel mit dem Anlegen eines k�nstlichen Darmausgangs (Stoma) verbunden. Moderne Operationsverfahren wie z. B. die Transanale Endoskopische Mikrochirurgie (TEM) oder die Totale Mesorektale Exzision (TME) k�nnen bei Rektumkarzinom im Anfangsstadium diesen k�nstlichen Darmausgang zum Teil verhindern.

Besonders bei Enddarmkrebs ist die Wahl einer spezialisierten Klinik und eines erfahrenen Chirurgen wichtig, da der Operationserfolg entscheidend vom Geschick des Operateurs abh�ngt.

Die chirurgische Entfernung des Tumors ist bei Darmkrebs Therapie der Wahl, daneben wird die Chemotherapie und die kombinierte Chemo-Strahlentherapie eingesetzt, um das Behandlungsergebniss noch zu verbessern.

Moderne Zytostatika werden heutzutage meist in Kombinationen verabreicht, was erlaubt, die einzelnen Wirkstoffe geringer zu dosieren und die Wirksamkeit zu erh�hen. Im Wesentlichen werden dabei drei Therapieziele unterschieden: Bei einer adjuvanten (d.h. unterst�tzenden oder vorbeugenden) Behandlung wird die Chemotherapie eingesetzt, um nach einer Operation eventuell im K�rper verbliebene Krebszellen abzut�ten und so R�ckf�lle zu verhindern. Bei der neoadjuvanten Behandlung wird die Chemotherapie genutzt, um einen gro�en Tumor oder Metastasen zu verkleinern und so besser operieren zu k�nnen. Die palliative (d.h. Beschwerden lindernde) Chemotherapie wird eingesetzt, um das Tumorwachstum zu verlangsamen und so Beschwerden und Schmerzen zu lindern, die Lebensqualit�t zu verbessern und das Leben zu verl�ngern. Auch die Vertr�glichkeit l�sst sich durch diese Kombination meist steigern. So konnten die �berlebenszeiten zum Teil deutlich verl�ngert werden. H�ufige Behandlungsschemen sind unter anderem FOLFOX und FOLFIRI. Eine standartm��ige Kombination mit dem VEGF blockierendem Antik�rper Bevazizumab (Avastin) wird zur Zeit heftig diskutiert. Weitere alternative Therapiem�glichkeiten bieten die Xelox und 5FUFS Schemen.

Die alleinige Strahlentherapie ist bei Darmkrebs in der Regel nicht indiziert. Allerdings hat die kombinierte Strahlen-Chemotherapie einen festen Platz in der palliativen, adjuvanten und neoadjuvanten Behandlung eines Rektumkarzinoms.

Prognose
Die Prognose ist von der Tiefe der Infiltration in die Darmwand und dem Vorhandensein von Lymphknoten- und Fernmetastasen abh�ngig; die 5-Jahres-�berlebensrate liegt im Mittel bei etwa 40-50%. In relativ fr�hen Stadien ohne Fern-/Lymphknotenmetastasen liegt die 5-Jahres-�berlebensrate sogar bei circa 75%. Aufgrund dieser Zahlen werden Vorsorgeuntersuchungen zur Fr�herkennung angeboten.

Vorsorge / Prophylaxe
Es besteht die M�glichkeit, Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Dazu geh�rt die regelm��ige digital-rektale Untersuchung im Rahmen der allgemeinen k�rperlichen Untersuchung. Da �ber die H�lfte der Tumore im Mast-/Enddarm lokalisiert ist, kann Darmkrebs oftmals �ber den After "ertastet" werden. Die Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut alle ein bis zwei Jahre ist in vielen europ�ischen L�ndern Screening-Methode der Wahl, da Darmkrebs vergleichsweise fr�hzeitig durch geringe, mit dem blo�en Auge nicht erkennbaren Blutungen auffallen kann.

In Deutschland werden seit 2002 werden die Kosten f�r eine Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung f�r alle Personen ab dem 55. Lebensjahr, f�r Patienten aus Risikofamilien ab dem 35. Lebensjahr, von den Krankenkassen �bernommen. Dem liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Darmkrebs sich fast immer aus gutartigen Polypen entwickelt, die sogenannte Adenom-Karzinom-Sequenz.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie k�nnen in keinem Falle die �rztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie �rztlichen Rat einholen.

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